So macht das Vorbereiten auch ihm Spaß

Zur Hochzeit gehören immer zwei und zur Planung auch. Immer noch übernehmen die Frauen automatisch den größeren Anteil an den Vorbereitungen, einige weil es ihnen einfach Spaß macht und sie das Heiraten zu ihrem Projekt machen, andere weil er einfach keine Lust dazu hat. Dabei gibt es sicher einige Dinge, die auch ihn begeistern. Vor allem aber sollte er immer auf dem aktuellen Stand der Vorarbeiten sein, denn schließlich möchte er sicher nicht Gast auf der eigenen Hochzeit sein. Und sicher gibt es einiges mitzureden, damit auch er sich wohlfühlt und sich auf seine Highlights freuen kann.

Von Anke Kerp

Eins ist klar, der Anzug oder sagen wir besser, sein Outfit ist ganz klar seine ganz persönliche Aufgabe. Los geht es, nachdem die Braut sich für ihr Kleid entschieden hat. Schließlich sollte das Paar im Stil zusammenpassen und möglichst auch farblich aufeinander abgestimmt sein. Kauft er seinen Anzug nicht im gleichen Geschäft wie sie ihr Kleid, ist Hilfe nötig. Die Mutter, der Vater, der beste Freund oder Trauzeuge, vielleicht auch eine Freundin; es sollte jemand mitgehen. Dieser Begleiter weiß einiges über das Brautkleid, was der Bräutigam nicht wissen darf und kann die Fachberater im Geschäft informieren.

Was ziehe ich an?

Gemeinsam hat sich das Paar auf den Stil der Feier und die Location geeinigt, so dass auch klar ist, welche Kleidung am besten passt. Das ist heute wichtiger denn je. Erlaubt ist was gefällt, sollte aber zusammen passen.
Wird in einem Schloss oder einem 5-Sterne-Hotel gefeiert, ist sicher keine lässige Kleidung angesagt. Dann dürfen es ruhig die Klassiker wie Frack, Cut oder Smoking sein. Doch auch diese gibt es in moderner Optik, die Spaß macht.

Wussten Sie beispielsweise, dass zum Frack besser keine Armbanduhr getragen wird, sondern möglichst eine Taschenuhr? Zum Smoking hingegen darf es eine elegante, nicht zu große Armbanduhr sein, die idealerweise zu den flachen Manschettenknöpfen passt. Möchte der Bräutigam einen Smoking tragen, ist das auch eine klare Aufforderung an die Gesellschaft und dann sollte in der Einladung unter Dresscode: Black Tie stehen. Das ist die klare Ansage, dass Smoking gewünscht ist. Er passt grundsätzlich zu jedem Fest und zu jeder Tageszeit.

Der Cut hingegen gilt als der Frack des Tages und wird traditionell nur morgens oder bis 15.00 Uhr getragen. Zum klassischen Cut gehören die gestreifte Stresemannhose, eine graue Weste, ein weißes Kragenhemd sowie eine silbergraue Krawatte. Ein Hemd mit Kläppchenkragen und ein graues Plastron sind auch in Ordnung. Die Krönung dazu ist der graue Zylinder, der zu hoch offiziellen Anlässen getragen wird, bei Hochzeiten sollte er dem Bräutigam vorbehalten bleiben.

Das Dinnersakko gilt als die sommerliche Variante des Smokings und wird mit Smokinghemd und –hose kombiniert. Eine weiße oder farbige Schleife, das passende Pochette (Einstecktuch) sowie ein Kummerbund können dazu getragen werden. Sollen es farbige Accessoires sein, müssen diese mit den Farben der Braut abgestimmt sein.
Der Frack ist der festlichste aller Anzüge und wird formell erst nach Einbruch der Dunkelheit getragen. Dazu gehört die weiße, tief ausgeschnittene Piqué-Weste, ein weißes Frackhemd mit Piquébrust sowie eine weiße Schleife. Ein Muss sind die schwarzen Lackschuhe und passend dazu wäre der schwarze Zylinder. Den meisten Männern ist dieser formelle Anzug allerdings zu beengend. Da gibt es andere moderne Varianten, die den Bräutigam aus der Gesellschaft hervorheben und in denen er sich möglicherweise wohler fühlt.
Dazu gehört beispielsweise das Longsakko. Es ist modern und jung und länger als ein übliches Sakko. Es kann farblich auf das Hochzeitskleid abgestimmt werden. Modische Kragenvarianten, Farbvielfalt und Stoffe, die mit Ton-in-Ton Maserungen für Aufsehen sorgen, lassen dem Bräutigam viel Spielraum für den eigenen Geschmack und ein Wohlgefühl.

Sehr viele Männer entscheiden sich als Bräutigam für den modernen Hochzeitsanzug mit Weste und farblich abgestimmten Plastron sowie einem Einstecktuch. Das ist bequem und gibt es in unzähligen Formen und Variationen, so dass für jeden Mann etwas dabei ist. Die Gäste sollten allerdings auf die genannten Accessoires verzichten, denn sie kennzeichnen den Bräutigam. Wer einen Anstecker, passend zum Brautstrauß am Revers trägt, verzichtet auf das Einstecktuch, denn auch hier gilt: Weniger ist mehr. Auf jeden Fall ist anzuraten in ein Fachgeschäft zu gehen, um sich als Bräutigam beraten zu lassen. Es ist halt ein Unterschied, ob Mann einen Anzug für den Job braucht oder für die eigene Hochzeit.
Im Übrigen sind es oft die kleinen Dinge, die das Outfit gut abrunden oder den schönsten Anzug kaputt machen können.
Dazu gehören unter anderem die Socken. Ein absolutes „no go“ sind kurze Socken. Setzt er sich oder schlägt er ein Bein über das andere, kommen die meist behaarten Männerbeine zum Vorschein. Das passt absolut nicht zum festlichen Outfit. Da sollten es schon Kniestrümpfe sein. Allerdings dürfen mode mutige Männer extravagante Strümpfe wählen. Knallige Farben sind, je nach Anzug, durchaus erlaubt. Natürlich sollten sie farblich zu farbigen Accessoires der Braut passen. Trägt sie farbige Schuhe oder einen Gürtel, eine Schärpe oder ähnliches, dürfen auch seine Accessoires darauf abgestimmt werden.
Wählt er die farbigen Strümpfe sollte aber auch alles andere passen. In diesem Jahr sind die lässig eleganten Boheme- oder Hippie-Hochzeiten beliebt. Dann darf der Anzug legerer sein, die Kleinigkeiten, die es ausmachen ausgefallener. Dazu gehören beispielsweise auch die Hosenträger, die es ebenfalls in vielen Farben gibt. Dann passt im Übrigen auch eine Krawatte besser als ein Plastron und auf die Weste sollte verzichtet werden. Lassen Sie sich beraten, denn das ist eindeutig Ihr Part.

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