Die Hochzeitseinladung

Die Einladung zur Hochzeit ist der Auftakt für ein besonders persönliches Fest, also steht das Brautpaar immer im Mittelpunkt. Bei der Gestaltung stehen individuelle Vorstellung und der persönliche Geschmack im Vordergrund. Schnell ergibt sich aber die Frage, was sollen die Gäste wissen, was müssen sie rechtzeitig erfahren und wie werden alle Informationen am besten auf der Einladung untergebracht?
Von Anke Kerp

Einladungstexte fallen so unterschiedlich aus wie die Gestaltung der Karten. Manche Paare drucken sogar den gesamten Programmablauf, inklusive genauer Anfahrtsskizze, Geschenkwunsch und Dresscode auf die Einladung. Andere wiederum schreiben nur einen kurzen Text mit den wichtigsten Eckdaten. Wer eine eigene Hochzeitswebseite erstellt, kann alle weiteren Details darauf veröffentlichen. Eines ist auf jeden Fall sicher, zu einer Hochzeit gehört eine persönliche Einladung per Post. Da sind Anrufe oder E-Mails nicht ausreichend.

Was darf nicht fehlen?

Grundsätzlich gilt, je mehr Informationen gebündelt geklärt werden, umso weniger offene Fragen gibt es hinterher. Wer 80 oder 100 Gäste einlädt, kann unmöglich mit jedem Einzelnen persönlich alle Fragen klären. Natürlich wird an erster Stelle deutlich gemacht, wer heiratet wann und wo. Werden Gäste zu unterschiedlichen Abschnitten der Hochzeit eingeladen, muss auch das ganz deutlich aus der Einladung hervorgehen.
Einige sollen vielleicht ausschließlich bei der Trauung und dem Empfang dabei sein, andere werden zur anschließenden Feier eingeladen.Manchen Paaren ist es wichtig, in die Einladung zu schreiben, was sie bewegt hat zu heiraten. Hier werden gerne Sprüche, Gedichte oder Zitate berühmter Menschen zu Rate gezogen.
Mit einem Spruch kann die Einladung auch eingeleitet werden. Soll es klassisch sein oder eher humorvoll? Bereits der kurze Einleitungstext zeigt, welche Art der Feier die Gäste erwarten dürfen. Vor allem muss alles zum Paar passen.

Eine Stilfrage

Die Frage, wer heiratet hier eigentlich, steht im Mittelpunkt. Die Namen sollten also optisch hervorstechen, so dass sie auf den ersten Blick erkannt werden. Selbstverständlich steht der Name der Frau als erstes, dann kommt der Name des Mannes. Wo findet die Trauung statt und wo die Hochzeitsfeier?
Datum und Uhrzeit sind natürlich besonders wichtig. Werden Gäste nur zu einem Teil der Hochzeit eingeladen, müssen zwei Texte verfasst werden, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Um es übersichtlich zu gestalten, stehen die Kerninformationen auf einer Seite. Je nach Menge der Detailinformationen und nach dem Format der Karte, passen sie auf die Rückseite. Auch ein Einleger ist möglich, falls mehr Platz benötigt wird.
Zu den Detailinformationen gehören sämtliche Adressen, Standesamt, Kirche und der Ort der Feier. Anfahrts- und Parkmöglichkeiten erleichtern Gästen die Anreise und gewährleisten, dass sie pünktlich sind.
Je nach Gästestruktur ist eine kurze Anfahrtsskizze sinnvoll oder die Daten für das Navigationsgerät. Ganz wichtig ist eine Möglichkeit mit dem Paar Kontakt aufzunehmen, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und, wenn vorhanden, die Hochzeits-Webseite. Die Bitte um Rückantwort, um Zu- oder Absage, muss immer mit einem Datum versehen sein, damit jeder weiß, wann er sich spätestens melden muss.

Organisatorisches

Wer möchte, kann den Ablauf des Tages bereits detailliert aufschreiben. So wissen die Gäste worauf sie sich freuen können. Gibt es ein Buffet oder ein gesetztes Hochzeitsmenü?
Sind Musik und Tanz geplant und an wen können sich Freunde und Familie wenden, wenn sie Vorträge oder Spiele planen?
Wer keine Spiele möchte, muss das ebenfalls vermerken und daran sollen sich alle halten. Bei diesem persönlichen Fest haben sich die Gäste nach den Wünschen des Paares zu richten. Eigene Vorstellungen müssen hinten anstehen.

Hochzeitsgesellschaft

Sehr hilfreich ist ein Dresscode, damit die Gäste wissen, woran sie sind. Möchten Paare, dass die Gesellschaft recht einheitlich gekleidet ist, gehört das unbedingt auf die Einladung. Abendkleidung bedeutet auch, dass lange Kleider gefragt sind.
Es kann aber auch heißen, dass festliche, sommerliche Kleidung gewünscht wird. Will das Paar vermeiden, dass ein Gast in Jeans und T-Shirt erscheint, dann muss das deutlich rüberkommen, denn es gibt immer Menschen, die so lässig zur Hochzeit kommen, obwohl das dem Fest nicht angemessen ist.

Geschenke

Die meisten Gäste haben das Bedürfnis dem Brautpaar etwas zu schenken. Das sollte in die richtige Richtung gelenkt werden. Wer eine Geschenkeliste oder einen Hochzeitstisch hat, sollte das mitteilen und jemanden bestimmen, der alles organisiert. Sonst gibt es das gleiche Geschenk gleich mehrmals. Keine Angst sollte das Paar haben, wenn es sich Geld wünscht. Das ist heute absolut üblich. Schön ist es aber, wenn die Gäste wissen wofür das Geld geplant wird. So können sie sich kreativ etwas einfallen lassen, wie es übergeben wird. Außerdem ist es für den Gast einfach schöner zu wissen, was das Paar mit dem Geld vorhat, beispielsweise die Reisekasse auffüllen oder einen lang gehegten Wunsch erfüllen.

Auswahl eventueller Übernachtungsangebote

Gäste, die weitere Anfahrtswege haben, möchten übernachten. Auch das sollte das Brautpaar im Vorfeld organisieren und Zimmer optional reservieren. Wichtig ist, dass die Gäste wissen, was die Übernachtung kosten wird. Möglicherweise sind zwei verschiedene Hotelkategorien sinnvoll.

 

Auf einen Blick

  • Anlass, Name, Adresse, Telefonnummer des Paares
  • Ort, Datum und Uhrzeit der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung sowie der Hochzeitsfeier
  • Welcher Gast wird zu welchem Abschnitt der Feier eingeladen: Standesamt, Kirche, Empfang, Kaffee und Kuchen, Festbankett oder zu allen Tages-punkten
  • Datum für die Rückantwort
  • Informationen zum Ablauf der Feier
  • Hinweis auf Geschenkeliste, Hochzeitstisch oder den Wunsch nach Geldgeschenken
  • Hinweis auf Dresscode und einem möglichen Motto der Hochzeit
  • Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten mit Preisen und Anhang mit Wegbeschreibung

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